Ökonomie

Im Zentrum eines Unternehmens steht die langfristige Sicherung der eigenen Wirtschaftlichkeit. Und das stellt in einer globalisierten Welt mit starkem Wettbewerb auf Kapital- und Absatzmärkten eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig wachsen durch die globalen Entwicklungen die Notwendigkeit und auch der politische sowie gesellschaftliche Druck, verantwortungsvoll zu wirtschaften. Die Öffentlichkeit will heute nicht nur wissen, wie ein Unternehmen mit seinen Gewinnen umgeht, sondern vor allem, wie es sie erwirtschaftet. Die wachsende Anzahl an nationalen und internationalen Regelwerken spiegelt dies wider und konkretisiert die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (vgl. z. B. IHK Merkblatt Übersicht CSR Standards). Die Bundesregierung verabschiedete zum Beispiel im Dezember 2016 den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte, der Erwartungen an Unternehmen in Bezug auf den Schutz und die Achtung der Menschenrechte konkretisiert (vgl. z. B. IHK Merkblatt NAP). Unternehmerische Verantwortung zu operationalisieren, bedeutet eine Überprüfung und Anpassung bestehender Strukturen und Prozesse und erfordert nicht immer große Investitionen.

Anforderungen durch Kunden und Geschäftspartner steigen

Nicht nur die gesetzlichen Anforderungen steigen, auch viele Kunden interessieren sich mittlerweile für die Produktionsweise – ob B2B oder B2C. Endkunden achten verstärkt auf Siegel und Zertifikate, die ökologische oder soziale Produktmerkmale hervorheben, öffentliche Auftraggeber richten die Vergabe vermehrt nach ökologischen und sozialen Kriterien aus und Großkonzerne verpflichten Zulieferer auf Verhaltenskodizes im Sinne von „sauberen Lieferketten“. Um Ihr eigenes Engagement so transparent und effizient wie möglich zu gestalten, ist es sinnvoll, interne Leitfäden und freiwillige Kodizes zu entwickeln. So setzen Sie nach innen und außen Maßstäbe für verantwortliches Handeln und die Adressaten werden angehalten, diese Standards einzuhalten. Vom Ethik- über den Lieferantenkodex bis hin zu Richtlinien für den Einkauf – bereits kleine Schritte können eine große Wirkung erzielen.

Beispiele für Themen im Handlungsfeld Ökonomie:

  • Verantwortungsvolle Gestaltung der eigenen Produkte und Dienstleistungen
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Lieferanten, Achtung auf die Einhaltung der Menschenrechte entlang der Lieferkette
  • Berücksichtigung sozialer und ökologischer Faktoren bei der Beschaffung
  • Bekämpfung von Korruption
  • Fokussierung auf Kundenbedürfnisse und Bereitstellung von transparenten und umfassenden Verbraucherinformationen
  • Ehrlichkeit in der Werbung

Mögliche Ansatzpunkte für Maßnahmen im Handlungsfeld Ökonomie:

  • Produktgestaltung, z.B. bei der Auswahl der Materialien oder der Wiederverwertbarkeit der Produkte
  • Transparenz und Produktkennzeichnung
  • Produktinnovation, z.B. bezüglich des Energie- oder Rohstoffverbrauchs
  • Beschaffungsrichtlinien, die neben ökonomischen auch soziale und ökologische Faktoren berücksichtigen
  • Verpflichtung zu Arbeits- und Sozialstandards entlang der gesamten Lieferkette

Wirtschaftlicher Nutzen von Maßnahmen im Handlungsfeld Ökonomie zeigt sich insbesondere durch:

  • Besseres Image und Reputation des Unternehmens und seiner Marke
  • Innovative Produkte und Wettbewerbsvorteile
  • Zufriedene Kunden und langfristige Kundenbindung
  • Bessere Beziehungen zu Lieferanten
  • Verringerung des Haftungsrisikos
Logo: Industrie- und Handelskammern in Bayern
CSR vertieft
Keyvisual: Ökonomie